JeeLink Clone löten und mit einer Firmware für LaCrosse Sensoren flashen für/in FHEM

Zusammenfassung (der langen Version unten):

RFM69HW (868MHz) mit Arduino Nano nach folgendem Schema verbinden

HopeRF_RFM69HWAn ANA einen 17cm langen Draht als Antenne anlöten. Das JeeLink_LaCrosse.hex File auf den Arduino flashen.


Lange Version:

In diesem Tutorial bauen wir uns einen JeeLinkClone aus einem Arduino Nano Clone und einem Hope RFM69HW Funkmodul zusammen. Anschließend wird es noch mit einer fertigen *.hex Datei geflasht um in FHEM an einem RaspberryPi die Daten von LaCrosse Temperatur und Feuchtigkeitssensoren zu empfangen.

Die LaCrosse Sensoren sind bei uns eher unter den Markennamen Proficell, TechnoLine, TFA Dostmann und WetterDirekt bekannt.

Zuerst wird ein ArduinoNano benötigt, es funktionieren auch ArduinoNano Clone sowohl mit FDTI Chip, als auch mit CH340 Chip. Wenn man später aber mehr als einen Arduino Nano am RaspberryPi betreiben möchte, sollte man zu Arduinos mit FDTI Chips greifen, da mehr als ein CH340 am RaspberryPi nur mit starken Einschränkungen funktioniert.

Als Funkmodul funktionieren die Hope RFM12B und RFM69 Module. Um zukunftssicher zu sein sollte man direkt die neuen RFM69 Module verwenden. Das Funkmodul muss für den Empfang von LaCrosse Sensoren in der Ausführung für 868MHz benutzt werden. Prinzipiell sind alle RFM12B und RFM69 Module verwendbar. (Bei HopeRF werden die Module nach diesem Schema benannt: Funkmodul(Spannung)(Leistung)(PIN-Belegung)-Frequenz-Bestückungsform z.B. RFM12B-868-S2 = RFM12(3,3V) 868MHz SMD Flach. Oder RFM69HCW-868-S2 = RFM69 Hohefunkleistung PIN-Kompatibel 868MHz Flache SMD-Bauform).

Die Verschiedenen RFM69 Varianten unterscheiden sich nur in der PIN-Anordnung, Größe und Leistung. Der RFM69CW ist z.B. PIN-Kompatibel mit den RFM12B. Der RFM69W hat eine andere PIN-Belegung, ist von der Funktion aber identisch. Der RFM69HW hat zudem eine stärkere Leistung, ist sonst aber identisch zum RFM69W.

JeeLink Clone löten

Der RFM69W (oder RFM69HW/RFM69CW/RFM69HCW/RFM12B) wird einfach mit dem Arduino verbunden, dazu werden jeweils folgende Anschlüsse mit einem kurzen Kabel zusammen gelötet:RFM69HW

Anschluss am RFM69HW -> Anschluss am Arduino Nano

  • DIO0 -> D2HopeRF_RFM69HW
  • 3,3V -> 3V3
  • NSS -> D10
  • MOSI -> D11
  • MISO -> D12
  • SCK -> D13
  • GND -> GND

Dann wird am RFM69HW noch an den Anschluss ANA ein 17cm langer Draht als Antenne anglötet. Und schon ist die Hardware fertig.

Bei der Verwendung eines RFM69CW werden folgende Anschlüsse verbunden:

  • MISO -> D12
  • DIO0 -> D2
  • NSS -> D10
  • SCK -> D13
  • MOSI -> D11
  • GND -> GND
  • 3,3V -> 3V3
  • ANA -> 17cm Antenne

Bei der Verwendung eines RFM69HCW werden folgende Anschlüsse verbunden:

  • GND -> GND
  • MISO -> D12
  • MOSI -> D11
  • SCK -> D13
  • NSS -> D10
  • SCK -> D13
  • DIO0 -> D2
  • 3,3V -> 3V3
  • ANA -> 17cm Antenne

Bei der Verwendung eines RFM12B-868 werden folgende Anschlüsse verbunden:

  • SDO -> D12RFM12B
  • nIRQ -> D2
  • nSEL -> D10
  • SCK -> D13
  • SDI -> D11
  • GND -> GND
  • VDD -> 3V3
  • ANT -> 17cm Antenne

JeeLink Clone flashen

Jetzt muss der Arduino noch mit der richtigen Firmware geflasht werden. Dies geschieht am einfachsten mit der Software Arduino Builder von http://sourceforge.net/projects/arduinodev/files/latest/download

Die Firmware für den Arduino gibt es unter https://svn.fhem.de/trac/browser/trunk/fhem/FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex im *.hex Format zum Download.

Zuerst den Arduino Nano per USB-Kabel mit dem PC verbinden. Je nach Chipsatz muss noch ein entsprechender Treiber für FDTI oder CH340 installiert werden.

Den Arduino Builder entpacken und die Datei ArduinoBuilde.exe ausführen.

  • Mit [ Load Sketch / HEX ] die heruntergeladene JeeLink_LaCrosse.hex Datei laden
  • im Dropdown Menü den Board Type: Arduino Nano (328) auswählen
  • Auf [ COM4 ] drücken

(COM4 kann auch eine andere Zahl haben z.B. COM7) Nach erfolgreichem flashen kann die Ausgabe geprüft werden, indem man im leeren Dropdown Menü auf der rechten Seite neben [Open] die BaudRate 57600 auswählt und dann auf [Open] drückt. Falls LaCrosse Sensoren in der Nähe sind, erhält man dann im weißen Fenster darunter die RAW Daten des Funkverkehrs im Format

OK 9 30 1 4 123 45

Weiter geht es im nächsten Teil mit dem Anlernen an FHEM

Quellen:




.

Ende der Seite, ab hier nicht mehr in meiner Verantwortung 😦

11 Kommentare zu „JeeLink Clone löten und mit einer Firmware für LaCrosse Sensoren flashen für/in FHEM“

  1. Vielen Dank, deine Anleitung ist wirklich sehr gut und hilfreich. Habe mir nach der Lektüre die Teile bestellt und hatte zwar keine Ahnung, was ich da eigentlich zusammenbaue, aber jetzt ist es fertig und funktioniert alles wunderbar. Der Empfang ist wirklich gut mit dem RFM69HW, habe als Antenne einfach eines dieser steckbaren Breadboardkabel genommen und das reicht schon, habe in der ganzen Wohnung inkl. Balkon perfekten Empfang.

    Gefällt 1 Person

  2. Servus,
    ich habe nach deiner Anleitung 2 Jeelinks mit einem RFM69HCW Modul das mit dem „H“ gebaut.
    Leider lassen sich damit von einem Sensor wie Techniline TX29 DTH-IT, keine Daten empfangen, laut einem Beitrag aus dem fhem-forum wird das RFM69HCW Modul von dem Sketch LaCrosse nicht unterstütz.

    Hast du vileleicht einen Tip für mich wie ich das Modul RFM69HCW zum laufen bekomme?

    im Voraus vielen Dank.

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  3. Hallo, was ich mich frage: die Arduinos arbeiten doch mit 5 V auf den SPI Pins, zerschießen die dann nicht sofort das Funkmodul? Ich habe ein RFM12B und bekomme es auch nicht zum laufen.

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    1. Nein, die Module werden zwar etwas außerhalb Ihrer Spezifikationen betrieben, aber bei mir funktionieren Sie so schon seit vier Jahren. Ich habe es auch erst mit 5V/3,3V Logic Level Convertern versucht – aber damit hatte ich keinen Erfolg und hab Sie dann irgendwann einfach direkt angeschlossen.

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  4. Wenn ein Halbleiterhersteller in seinen „absolute maximum ratings“ eine Maximalspannung von 3.9V (im Falle des RFM69(H)CW) angibt, dann macht er das nicht ohne Grund. Das ist prozessbedingt. Bei modernen CMOS IC’s sollte man diese Spannungen unbedingt einhalten! Ich habe mehrere RFM69 Module versehentlich zerstoert, einen bei bereits 4.1V. Die Kombination eines Arduino Nano mit dem RFM69CW oder RFM69HCW geht also gar nicht. Wenn das bei dir funktioniert, hast du schlicht Glück gehabt. Wobei ich nicht glauben kann dass ein RFM69 bei 5V überhaupt überlebt.
    Was du machen kannst:
    1. Den LDO auf dem Arduino Nano mit einem 3.3V Typ ersetzen. Dann arbeitet der 16MHz Quarz etwas ausserhalb der Spezifikation des ATMega328, aber das ist weit weniger kritisch.
    2. Verwende einen Arduino Pro mini 3,3V zusammen mit einem passenden FTDI Adapter.

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